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Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat Stöckli Outdoor Sports ein Interview mit Entwicklungsleiter Ruedi Arnet geführt. Seit über 30 Jahren steht er mit Begeisterung und Talent in den Diensten des Schweizer Skiherstellers. Wertvolle Erfahrungen und Wissen helfen ihm dabei, Innovationen zu entwickeln und Stöckli-Ski für den weltweiten Markt erfolgreich zu positionieren.

Christian Bieri mit seinem Rotor 84

Der Winter 2009/10 ist nun endlich angekommen. Welche Highlights bietet die neue Stöckli-Kollektion?

Eines der auffälligsten Modelle in diesem Jahr ist der Rotor 84. Der Freestyle-Ski wurde in Zusammenarbeit mit Profi-Freestyler Christian "MiniMi" Bieri entworfen. Da in der Szene Pokern und andere Spiele sehr aktuell sind, wurde der Ski im "Casino-Design" entworfen. Die Konstruktion selbst eignet sich perfekt für Park & Pipe sowie für die Piste. Mehrere Härtetests (durch Christian selbst) hat der Ski bereits erfolgreich bestanden.

 

Stolz sind wir natürlich auch sehr auf unsere diesjährigen Testsieger unserer Kollektion. In renommierten, internationalen Skitests haben sie Bestnoten erzielt. Dies bestätigt uns, dass wir mit unseren Entwicklungen auf dem richtigen Weg sind.
 


Das aktuelle Plakatsujet von Stöckli Outdoor Sports

Wie gehst du vor, auf der Suche nach neuen Innovationen?

Ruedi Arnet beim Vorbereiten von Ski-Oberflächen

Emotionen spielen eine sehr wichtige Rolle. Ziel von Weiterentwicklungen bzw. Innovationen ist, dem Skifahrer ein einmaliges Fahrgefühl zu bieten. Jeder Ski wird individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. Daher werden zuerst die Taillierungen in den einzelnen Produktebereichen aufgrund von Analysen und Trends errechnet und bestimmt. Dann geht es sofort auf den Schnee, um mit verschiedenen Testpersonen (auch Profiathleten) die optimale Härteverteilung (Flex) zu definieren. Parallel werden Designvorschläge im Team besprochen. Hier werden Meinungen von Kennern der unterschiedlichsten Szenen und aktuelle Modetrends miteinbezogen. Anschliessend gehen die Modelle in die interne "Vernehmlassung". Schlussendlich wird die neue Skikollektion an der alljährlichen, internationalen Wintersportmesse (ISPO) in München präsentiert. Importeure aus der ganzen Welt nutzen diese Gelegenheit, um dadurch bereits Ende Januar / Anfangs Februar die Produkte der kommenden Saison kennenzulernen.

 

In eurem Büro stehen Skis, welche ich noch nie gesehen habe. Sind das schon Modelle für die Saison 2010/11?

Ja genau. Wie in der vorherigen Frage erklärt, findet die Wintersportmesse schon während der aktuellen Saison statt. Zu diesem Zeitpunkt fällt der eigentliche Startschuss für den nächsten Winter. Gleich nach der ISPO beginnt für uns die Arbeit für die nächste Kollektion.

Worin liegt hier die Schwierigkeit?

Die Schwierigkeit besteht darin, die Trends von morgen, vorwiegend auch im Designbereich, bereits heute möglichst genau zu erkennen und in nützlicher Frist umzusetzen. Oftmals ist es wichtig, den richtigen Kompromiss zwischen verrückten Ideen und Machbarem bzw. Sinnvollem zu finden. Ich habe einige Prototypen hier, die sehr interessante und exklusive Features aufweisen, die für die Serienproduktion jedoch ungeeignet sind.

Was wünscht du dir für die aktuelle Wintersaison?

1994 fuhr Urs Kälin in seinem ersten Rennen mit Stöckli gleich auf Rang 4!

Hoffentlich bald viel Schnee, zahlreiche Skitage mit schönem Wetter und perfekt präparierten Pisten.

Du bist nun schon über 30 Jahre bei der Firma Stöckli. Welches war für dich das absolute Highlight?

In der Saison 1994/95 wurden wir in den Swiss Ski-Pool aufgenommen. Urs Kälin und Marcel Sulliger waren die ersten Athleten auf Stöckli Ski. Urs Kälin fuhr in seinem ersten Rennen (Riesenslalom) gleich auf den sensationellen vierten Rang. Die Emotionen gehen heute noch hoch, wenn ich an dieses Rennen zurückdenke...

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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