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Richard Grab, Leiter Rennsport Nachwuchs

Richard Grab ist seit vielen Jahren als Leiter Rennsport Nachwuchs für das Wohl der Jüngsten Stöckli-Skisportler zuständig. Wir durften ihm einen Blick über die Schultern werfen...

Du bist Nachwuchschef Ski von Stöckli. Was sind deine Aufgaben?

Der Job als Nachwuchschef ist vielseitig: Zu meinen Aufgaben gehören die Sichtung von Talenten, organisieren von Skitests, Vorbereitung des Materials bis zur Betreuung an den Rennen. Silvan Häfliger und Daniel Züger (ehemaliger Weltcup-Fahrer) unterstützen mich bei dieser Arbeit. Ich bin häufig unterwegs, um unsere Filialen in Sachen Rennsport zu unterstützen. So kann ich Erkenntnisse aus dem Rennsport 1:1 an den Verkauf weitergeben.

Wie erkennst du ein grosses Talent?

Da ich früher selber Rennen gefahren bin, weiss ich, auf was es bei einem zukünftigen Sportler ankommt. Die absolvierte Trainerausbildung bei Swiss Ski und meine Erfahrungen als Weltcup-Servicemann haben meine Kenntnisse noch vertieft. Wenn man sich tagtäglich in diesem Umfeld bewegt, findet man schnell heraus, auf was man als "Talentspäher" sein Augenmerk zu richten hat.

Was ist das Spannende an deiner Tätigkeit?

Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich habe täglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Leuten. Man kommuniziert intensiv mit den Athleten, deren Eltern oder Sponsoren. Es gilt zusammen Probleme, Strategien und Trainingspläne zu diskutieren und Lösungen zu finden. Hinzu kommt, dass ich viel auf den Pisten unterwegs bin und auch mein handwerkliches Geschick beim Präparieren der Skis mit einbringen kann. Und zu guter Letzt bleibt natürlich das Mitfiebern mit den eigenen "Schützlingen".

Wie sieht deine Jahresplanung aus?

Meine Aktivitäten sind saisonal sehr abhängig. Im Winter bin ich viel an den JO-, FIS- und Europacup-Rennen unterwegs. Im Frühling wird dann bereits wieder für die nächste Saison getestet. Das neue Material wird daraufhin im Sommer vorbereitet und in einem logistischen Kraftakt verteilt. Bevor die neue Saison wieder losgeht bin ich im Herbst grösstenteils in den Filialen unterwegs, um die Athleten umfassend zu beraten.

Stöckli hat sehr gute NachwuchsfahrerInnen, warum?

Unser Ziel ist es, mit intensiver Betreuung Talente zu fördern und wenn möglich bis in den Weltcup zu begleiten. Diese Betreuung ist zeitlich wie auch finanziell sehr aufwändig. Doch die gezielte Aufbauarbeit beginnt sich langsam auszuzahlen. Mit Markus Vogel und Cornel Züger haben wir zur Zeit ehemalige Talente, die auch im Weltcup um Punkte mitfahren.

Dürfen wir in naher Zukunft ein Stöckli-Talent im Weltcup erwarten?

Andrea Dettling und Diego Züger haben diese Saison bereits ihre ersten Europacup bzw. FIS Rennen gewonnen. Andrea Dettling durfte aufgrund ihrer Leistungen schon im Weltcup starten. Wir hoffen fest, dass sie ihren Weg weitergehen und bald im Weltcup Fuss fassen können.

Was macht Stöckli, um den Schweizer Skinachwuchs im Allgemeinen zu fördern?

Jedes Kind, welches Rennen bestreitet, kann bei uns von Spezialkonditionen profitieren. Dafür ist kein Vertrag notwendig. Als einziger namhafter Schweizer Skihersteller fühlen wir uns verpflichtet, auch in Zukunft mit finanzieller und materieller Unterstützung den Schweizer Skinachwuchs nachhaltig zu fördern.

 
 

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