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"Die erste Trainingsphase ist abgeschlossen. Am 22. September sind die letzten Stöckli-Athleten aus Südamerika zurückgekehrt. Im nachfolgenden Bericht zeige ich auf, welche Vorkehrungen man treffen muss, damit die Skis am richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort eintreffen."

Bis anhin trainierten die Stöckli-Piloten entweder in Zermatt / Saas-Fee oder in Argentinien. Doch dieses Jahr war vieles anders...

 

Für die Schweizer Herren Mannschaft stand ein Trainingscamp in Argentinien auf dem Programm. Zuerst reisten die Athleten nach Ushuaia. Dieser Ort liegt am südlichsten Punkt Argentiniens. Die Bedingungen waren perfekt und die Athleten feilten während zehn Tagen vor allem an der Technik. Dann folgte der Wechsel nach Las Lenas. Schon in den letzten fünf Jahren wurde im bekannten Skiort trainiert. Die argentinische Skistation verfügt über eine perfekt präparierte Abfahrts-Strecke.

 

Für diesen Südamerikatrip musste für den Skitransport ein genauer Zeitplan eingehalten werden. Für Tobias Grünenfelder und Olivier Brand bereiteten wir 50 Paar Skis vor. Diese mussten zuerst von der Produktion in Malters nach Feldkirch (AUT) gebracht werden, da die Zollabfertigung am Flughafen eines EU-Staates wesentlich einfacher ist. Danach wurde das Material per Cargo Lastwagen von Feldkirch nach Madrid gebracht. Dort wartete auch schon unser Servicemann, um die Skis persönlich ins Flugzeug zu verladen. Über Buenos Aires erreichten dann die Skis endlich Ushuaia. Nach vier harten Trainingswochen kehrte die Mannschaft am 2. September aus Südamerika zurück.

 

Die nächsten Schweizer Athleten, die den Sommer frühzeitig verliessen, waren die Schweizer Damen. Fabienne Suter reiste mit Servicemann Thomas Thürig und den übrigen Athletinnen des Weltcup-Teams nach Neuseeland. Dies war für uns einfacher zu organisieren, da vor allem in der Disziplin Riesenslalom trainiert wurde (Logistik und Anzahl Skis). So reisten Fabienne und Thomas am 17. August mit 20 Paar Skis im Flieger nach Christchurch (Neuseeland). Die Trainings fanden in drei verschiedenen Skistationen bei perfekten Bedingungen statt. Bei der Rückkehr aus Down Under am 9. September trugen beide ein breites Lächeln über die toll verlaufenen Trainingswochen. Fabienne durfte zudem noch einen Riesenslalom-Sieg (mit starker Besetzung, inkl. Athletinnen aus Österreich) mit nach hause nehmen.

 

  

Als drittes Team reiste die Slowenische Mannschaft, u.a. mit Weltcup Sieger Andrej Jerman sowie Alek Glebov und unserem neuen Servicemann Primoz Gregoric, nach Chile. Für diesen Trip stellten wir 55 Paar Rennskis bereit. Diese machten zuerst einmal eine Runde um die Erde. Von Ljubljana ging es über Budapest nach Atlanta. Dann nach Santiago de Chile. Von dort wurden die Ski per Lastwagen ins Skigebiet Termas del Chilian transportiert.
Die Trainingsbedingungen dort waren nicht immer top. Trotzdem waren alle mit den Einheiten zufrieden.
In dieser Zeit finden auf der südlichen Hemisphäre auch Continentalcuprennen (pendant zum Europacuprennen) statt. So wie Fabienne Suter gewann auch Andrej Jerman einen gut besetzten Super-G und konnte sich zudem in der Abfahrt als Dritter klassieren.

Der ganze Tross ist am 25. August abgeflogen und am eingangs erwähnten 22. September zurückgekehrt.
Leider konnte Juniorenweltmeister Rok Perko nicht mitreisen. Er hat sich Ende Juni beim Motocross-Training durch einen Unfall die Milz gerissen. Dies bedeutet eine Verletzungspause von 3 Monaten. 

Nun heisst es für alle kurz durchatmen, bevor es auf den hiesigen Gletschern mit weiteren Trainings weitergeht... 

Mit vorwinterlichen Grüssen
Walter Reusser

 
 

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